Was macht eigentlich ein SEO-Manager?

17. Mai 2017
Online Marketing ohne SEO-Manager ist nicht denkbar. Was aber ist die Voraussetzung, um diesen Job auszuführen? Und wie gestaltet sich in der Regel der Arbeitsalltag?
Was macht eigentlich ein SEO-Manager?

Das Aufgabenfeld eines SEO-Managers

SEO ist ein Akronym für Search Engine Optimization – das Tätigkeitsfeld des SEO-Managers ist also zu Deutsch die Suchmaschinenoptimierung. Grob unterscheidet man On- und Offpage-Optimierung voneinander.

Onpage

Die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen verbessern – das ist immer das erklärte Ziel. Bei der Onpage-Optimierung steht die eigene Webseite im Fokus. Sie wird technisch und inhaltlich überarbeitet, damit sie besser ranken kann bei Google und Co. Dazu befasst man sich u. a. mit der XML-Sitemap, dem Content (Texte, Bilder, Videos) und deren HTML-Auszeichnung, Keywords und Meta-Daten, der URL und vielen weiteren Faktoren, um die Performance der Seite zu pushen.

Offpage

Bei der Offpage-Optimierung leitet der SEO-Manager Schritte jenseits der eigenen Webseite ein, um die Sichtbarkeit der eigenen Seite anzuschieben. Linkbuilding ist das Buzzword, das stellvertretend für Offpage verwendet werden kann. Backlinks kreieren, Social Signals setzen und die Themenrelevanz dabei immer im Blick haben. Hier sind gute Kenntnisse gefragt, um nicht etwa aufgrund von übereifrigen Maßnahmen von Google abgestraft zu werden.

Ein SEO-Manager sollte demnach enthusiastisch sein in Sachen Internet; Technik und Informatik nicht fürchten und ein guter Analytiker sein. Der Job ist mit vielen Kennzahlen verbunden, die täglich interpretiert werden müssen. Da die Branche international vernetzt ist, sind gute Englischkenntnisse eine Grundvoraussetzung!

Mögliche Arbeitgeber in der SEO-Branche

Inhouse, Freelance, Dienstleister – kennzeichnend für die Online-Branche ist der breite Mix aus Beschäftigungsverhältnissen. SEOs können direkt bei kleinen, mittelständischen oder großen Unternehmen einsteigen, denn heute will jeder im Internet gefunden werden. Viele Firmen arbeiten zusammen mit Agenturen, die die SEO-Leistung für sie umsetzen. Als Angestellter in einer Werbeagentur hat man den Vorteil für viele unterschiedliche Unternehmen Maßnahmen und Strategien zu planen, was durchaus reizvoll sein kann. Auch im Online-Journalismus spielen SEO-Manager mittlerweile eine Rolle und werden immer wieder gesucht, um die Auffindbarkeit der Beiträge zu optimieren.

Wer sich traut, setzt auf die Selbstständigkeit und baut sich ein Netzwerk aus Unternehmen und Kooperationspartnern auf. Auch wenn sich festangestellte SEO-Manager allmählich etablieren, wird sich auch perspektivisch nicht jedes Unternehmen diese Stelle inhouse leisten können.

Ausbildung und Studium

Der klassische Ausbildungsweg eines SEO-Managers existiert (noch) nicht. Einige wenige Unis bieten die Möglichkeit das Thema Suchmaschinenoptimierung als Teil eines Bachelor-Studiengangs zu studieren. Gängiger ist jedoch die Integration dieser Disziplin in den Lehrplan von eCommerce- und Marketing-Studiengänge. Tatsächlich sind viele SEOs Quereinsteiger, die aus der Webseitenentwicklung, dem Marketing oder fachnahen Bereichen kommen.

Wer quer einsteigt, kann auf eine sehr große Auswahl an Weiter- und Fortbildungen zugreifen. Bundesweit gibt es Kursangebote, die vom VHS-Kurs, über Wochenend-Veranstaltungen bis hin zu Trainee-Stellen reichen. Eine klare Empfehlung kann man hier nicht aussprechen, da jeder andere Voraussetzungen und Kenntnisse mitbringt. Bekannt ist aber, dass SEO als Disziplin in erster Linie den Ruf hat eine sehr praxisbezogene Tätigkeit zu sein. Das Thema Theorie ist deswegen nicht minder wichtig, ordnet sich aber tendenziell unter.

Immer up-to-date

Google-Updates, neue Feature, innovative Tools – wer im Online Marketing arbeitet, muss mit einem Ohr immer am Puls der Zeit bleiben. Für SEO-Manager ist es wichtig, Neuerungen wahrzunehmen und zwischen kurzfristigen Trends oder zukünftigen Standards unterscheiden zu können. Die meisten Learnings erzielt man natürlich durch die Praxis – viele SEOs bauen sich extra Testseiten zum Ausprobieren. Das Trial-and-error-Risiko kann so klein gehalten werden, während der Wissensgewinn gleichermaßen wächst.

Unzählige Foren bieten die Möglichkeit Themen aus der Branche zu verhandeln, sich gegenseitig Tipps zu geben und sich gemeinsam weiterzuentwickeln. Die SEO-Branche ist sehr agil und international verknüpft. Führende Köpfe wie etwa der Moz-Gründer Rand Fishkin versorgen die SEO-Jünger weltweit mit Input und guten Ideen. Sich informieren und selbstständig weiterbilden ist ein wichtiger Bestandteil dieses Berufs!