Wer bekommt die digitalen Werbebudgets?

19. Juli 2017
Digitale Zukunft bedeutet auch digitale Werbung. Und die hat einen riesen Vorteil: sie ist messbar. Mithilfe von Tracking-Tools kann bis ins kleinste Detail verfolgt werden, ob der Werbeetat erfolgreich eingesetzt wurde oder nicht. Wer kassiert aber im Internet die Budgets der Konzerne und Unternehmen?
Wer bekommt die digitalen Werbebudgets?

Große Fische, große Budgets

Es mag kaum überraschen, dass Alphabet (Google) und Facebook die Abräumer im digitalen Advertising sind. Als weltweite größte Medieneigentümer landet das Gros der digitalen Werbebudgets bei ihnen. Die Agentur Zenith präsentiert zum wiederholten Mal Zahlen zum weltweiten Wachstum von Werbeausgaben. Insgesamt 30 Unternehmen finden sich auf der Liste der Medieneigentümer.

Platz 1 geht mit 79,4 Milliarden US-Dollar – einzig generiert aus Werbeeinkünften – in 2016 an Alphabet. Mit einem satten Abstand folgt dann Facebook. Der amerikanische Konzern konnte sich über 29,9 Milliarden US-Dollar freuen. Mit immerhin 12,2 Milliarden US-Dollar folgt so dann der amerikanische Kabelnetzbetreiber Comcast.

Unter den weiteren gelisteten Unternehmen finden sich namhafte Größen wie die The Walt Disney Company (Platz 5), Bertelsmann (Platz 10) oder die ProSiebenSat.1 Group (Platz 26). Gerade so auf Platz 30 schafft es Twitter.

Der Mikroblogging-Dienst Twitter erhofft sich natürlich eine Steigerung und baut sein Advertising sukzessive aus. Neben diversen Kampagnentypen aus denen Business-Kunden bereits jetzt schon wählen können, ist in Zukunft noch mehr zu erwarten. So steht seit Frühjahr 2017 fest, dass Twitter seine Live Broadcast-Funktion ausbauen und optimieren will. Live-Nachrichten oder gar Groß-Events schaffen ganz neue Absatzmöglichkeiten für digitales Advertising. Twitters Vorteil: Wer twittert, nutzt dazu meist sein Smartphone und nicht etwa den PC. Somit erfüllt Twitter schon Mal eine wichtige Voraussetzung, die perspektivisch unumgänglich ist: mobil zu sein!

Mobile ist die Zukunft

Jeder Marketer weiß das: Mobile ist der Weg, den die Digitalisierung einschlägt. Das bedeutet, dass nicht jedes Werbeformat überleben kann und wird. Alles, was bisher unter digitaler Werbung lief, muss jetzt neu gedacht werden für den Einsatz auf dem Smartphone oder dem Tablet. Wer heutzutage mobile unterwegs ist, der tummelt sich vor allem bei Facebook herum, nutzt Messenger oder konsumiert Medien oder Musik. Das bedeutet auch, dass Smartphone-User Apps wie Whatsapp oder Snapchat der Browsernutzung vorziehen. Werbefachleute müssen Strategien entwickeln, um solchen Phänomenen begegnen zu können.

Werbeformate für die mobile Anwendung können sein:

  • Klassische Bannerwerbung und Interstitials
  • Apps: zum Beispiel eine smarte Unternehmens-App
  • Video: Pre-Roll und In-Stream spielen auch weiterhin eine wichtige Rolle
  • Interaktion gefragt: beispielsweise in Form von Shake-Ads

Auch spannend wird die Zusammenarbeit aus klassischer und digitaler Werbung: Welche Möglichkeiten habe ich, um meine Zielgruppe zur mobilen Anwendung zu aktivieren? Man denke an die Verwendung von QR-Codes in Magazinen, die dann mithilfe des Smartphones ausgelesen werden können, um die Customer Journey fortzusetzen.

Bei allen Wegen, die digitales Advertising gehen wird, scheint auch der Faktor Standort immer wichtiger zu werden. Mit smarten Technologien lässt sich etwa individualisierte Werbung aufs Handy schicken. Mit anderen Worten: Man muss die User am richtigen Ort und zur richtigen Zeit erwischen.

Eine schöne Übersicht über aktuelle Werbeformen bietet der OKV (Online-Vermarkterkreis). Als Zusammenschluss von Werbungvertreibenden unter dem Dach des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. finden hier Größen aus dem Online-Marketing zusammen. Die rasante Veränderung in Sachen digitaler Werbung zeigt, wie wichtig solche Zusammenschlüsse sind und der gemeinsame Blick auf einen schnelllebigen Markt, der sich permanent neu gestaltet.

Wenn Sie sich Austausch wünschen zum Thema Mobile Ads, gängigen Werbeformaten oder mehr Tipps zu Ad-Kampagnen benötigen, freuen sich unsere Mitarbeiter auf Ihren Anruf oder Ihre Mail. Zögern Sie nicht uns für weitere Informationen zu kontaktieren.